U  -Re-Release


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Band: USURPER
Titel: Visions from the Gods
Label: Necropolis Records
Homepage: www.usurper.us
Stil: Old School Thrash / Death
VÖ:  2000
Spieldauer: 9 Tracks / 42:44 min.

 

War ja fast schon zu erwarten, dass USURPER’s legendäres „Visions from the Gods“-Demo auch noch irgendwann zu CD-Ehren gelangt, schließlich wird heutzutage fast jedes Demo-Tape nachträglich auf CD gebannt. In der hier offerierten Form ist das dann jedoch auch für diejenigen interessant, die wie meine Wenigkeit schon das Original-Tape besitzen, denn neben raren und unveröffentlichten Songs gibt’s auch noch alle Lyrics sowie jede Menge Fotos zu bestaunen, verpackt in ein Digipak mit einem separaten Booklet. Doch kommen wir zu den einzelnen Tracks: los geht’s mit „Soulstalker“ (von besagten Demo), jedoch zunächst in einer 1996 neu aufgenommenen Version. Soundtechnisch am ehesten mit der „Threshold of the Usurper“-Phase zu vergleichen - überaus schnell, brutal und brachial. Es folgen dann die 4 regulären Songs des ‘94er Demos (incl. der Original-Version von „Soulstalker“), die natürlich Pflicht für jeden Death Metal-Fan sind, vor allem aufgrund des druckvollen Sounds und der Aggressivität der Tracks. Mit „Charon“ folgt ein cooles KING DIAMOND-Cover, welches schon auf dem ebenfalls über Necropolis Records veröffentlichten KING DIAMOND-Tribute-Album vertreten war. Das bislang unveröffentlichte „Bonefire“ bewegt sich wieder verstärkt in schleppenden Gefilden, erinnert mich jedoch zu Beginn sehr stark an CELTIC FROST’s „Dethroned Emperor“. Doch da die Jungs nie einen Hehl aus ihren Einflüssen gemacht haben, sicher leicht zu verkraften. Die „Night Prowler Version“ von „Wolflord“ - übrigens ein Song, der auf der 2. Scheibe „Usurper II: Skeletal Season“ enthalten war - unterscheidet sich dann ziemlich vom Original, da sie komplett neu eingespielt wurde und - mit Original-Wolfsgeheul unterlegt - sehr doomig und krank klingt; gefällt mir jedenfalls besser als das Original. Die annehmbare Live-Version von „Blood Passion“ (übrigens 1998 im französischen Straßburg mitgeschnitten) beschließt dann diese Compilation. Abschließend bleibt zu sagen, dass ich Re-Releases in dieser Form für essentiell halte, da man dieser Scheibe anmerkt, dass sich die Verantwortlichen Mühe gegeben haben und nicht einfach nur schnell ein paar zusätzliche Kröten abzocken wollten. Deshalb Daumen hoch!

Joe, ohne Wertung

 

 

weitere Reviews: "Twilight Dominion" (2003) und "Necronemesis" (2000)

 

 

Die Songs:

 

1. Soulstalker ’96
2. Deep in the Forest
3. Visions from the Gods
4. Dusk
5. Soulstalker  (Original)
6. Charon  (KING DIAMOND-Cover)
7. Bonefire
8. Wolflord (Night Prowler Version)
9. Blood Passion  (live ’98)


 

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